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Wanderungen
Für Spaziergänge in den Bergen von Bagolino eignen sich mehrere Routen.
Die Auswahl aus den hier aufgeführten Zielen bleibt den persönlichen Befindlichkeiten - wie gut der Wanderer zu Fuß ist - überlassen. Die Bergfreunde können andere Routen entdecken, mitunter auch gänzlich neue. In der heiteren Stille der Berge fühlt sich der Wanderer näher bei Gott und im Einklang mit der Natur.



Zu den Seen von Bruffione

Geologischer Untergrund: Ablagerungen des Tertiärs.
Gestein:
quartäre Tone aus glazialer Erosion.
Wanderzeit:
Ca. 1,30 Stunde (Start Gaver).
Weg: Einfach.


In Gaver (1500m)dem Saumpfad folgen, der rechts von der Fahrstraße abzweigt. Etwa 100 Meter nach der Brücke liegt die Malga Vaimane (Almhütte Vaimane). Dem Weg weiter folgend, tritt man in ein tiefes, mit Tannen bedecktes Tal ein (Vendolaro di Bruffione). Nach ca. einer Stunde Gehzeit erreicht man den "golèt" von Bruffione, einen engen Durchgang im Fels. Dahinter öffnet sich ein grünes, breites, zauberhaftes Tal, das von einem Bach geteilt wird.
Nach der Brücke erreicht man die untere Malga Bruffione (1754m). Man geht entlang der Felsen weiter. Nach einer kurzen Steigung führt der Weg zu den kleinen Seen. Mit etwas Glück kann man in diesen Gewässern den „sanguinaröl" (Phoxinus Phoxinus) finden, einen spezialisierten Fisch, der in großen Höhe lebt.



Monte di Bruffione (m. 2665 bzw.)
(Dieser Berg ist auch als Corno Busecca (A), Cima Seroten, Monte Malghetta bekannt).

Wanderzeit: 5 Stunden ab Gaver.
Weg: Mittelschwer.


Vom Tal des Bruffione aus führt der Weg Nr. 25 zum Gipfel des Bruffione. Der Gipfel ist auf dem Wege ständig sichtbar.
An der Malga Bruffione di Sotto (Almhütte von Bruffione di Sotto) vorbei entlang eines Baches. Man durchquert ein weiteres Tal und man kommt zur Malga Casaöle (Casaöle Almhütte, 1974m). Von dort führt den Weg zu über eine große Geröllhalde etwas anstrengend zum Gipfel. Vor dem Gipfel, am Pass Diciotto, kreuzt man den Weg Nr. 357, der vom Trentino (Valle Apeta) kommt.


Valle Sanguinera (Malga Sanguinera m. 1548 bzw.)

Geologischer Untergrund: Formationen des Perms.
Wanderzeit: Ca. 3,30 Stunden ab Valle Dorizzo.
Weg: Einfach bis mittelschwer.

Dieses, vom gleichnamigen Bach durchflossene Tal ist Ziel gleich mehrerer schöner Wanderungen. Die Route beginnt links der kleinen Kirche von Valle Dorizzo. Von hier tritt man entlang des Pfades ins Tal ein.
Entlang des Weges eröffnet sich der Blick auf die umliegenden Berge (Kamm von Laione, Monte Colombine, Corna Bianca, Monte Frerone). Von der Malga Sanguinera aus kann man den linken Weg zum Monte Rondinino oder den rechten zum Valle di Cadino einschlagen. Ist man auf dem Goletto del Gaver (1783m) angekommen und sollten die Beine etwas schwach geworden sein, kann man auf der Fahrstraße von Croce Domini um eine Mitfahrt bitten.


Bei der Pozza dell'Orso (Bärenpfütze) (1636m - Länge 50 m, Breite 27 m)

Geologischer Untergrund: Formationen des Perms, Moränenschutt.
Wanderzeit: Ca. 3 Stunden ab Valle Dorizzo.
Weg: Einfach bis mittelschwer.

Der kleine See, der in das Bachbett des Sanguinera einbezogen ist, ist ein wenig bekanntes Ziel und bietet seinen Besuchern die Freude am Neuen.
Die Route zur "Pozza dell'Orso" startet ebenfalls links der Kirche von Valledorizzo. Man folgt dem Weg, passiert einige Bauernhöfe (einige Höfe haben noch Schieferdächer), immer geradeaus ca. 20 Minuten.
In "Sèreze" verzweigt sich der Weg: Man folgt hier dem linken Weg. Der rechte Weg führt in das Valle Sanguinera. Der neue Weg durchquert den Bach Sanguinera. Vom Weg aus kann man schöne Panoramablicke genießen. Der Weg führt, manchmal steil und etwas eingegraben, zu den Almhütten Bromino di Fondo (1541m) und Bromino di Mezzo (1671m). Unweit der Almhütte, wenn man rechts aufsteigt, erreicht man den eindrucksvollen kleinen See.



Kleine Seen von Mignolo (1848m bzw. 1890m)

Geologischer Untergrund: Formationen des Perms, insbesondere roter Sandstein

Mignolo Superiore, Länge 180m, Breite 130m, Tiefe 12,90m.
Mignolo Inferiore, Länge 168m, Breite 160m, Tiefe 7,70m.

Beide Seen sind durch Gletscher entstanden. Man kann den Weg einschlagen, der in der Nähe des Vaia Passes in nördlicher Richtung im oberen Teil auf der linken Talseite verläuft.
Man gelangt zur Malga Mignolino, wo schon der erste See erscheint. Der Weg führt weiter zum zweiten See, der wie unter einer Tribüne etwas tiefer liegt.
Beide Seen liegen in rotem Sandstein, die in einem Wüstenklima entstanden sind, das sich bis vor ca. 225 Mio. Jahren über die Lombardei, das Trentino, den Piemont und das Venetien erstreckte.

VARIANTE

Man kann die kleinen Seen von Mignolo auch über den Weg erreichen, der von der Pozza dell'Orso zur Malga Bromino führt. Von dort kommt man durch den "büs del Gat" bei schönen Panoramablicken zu den beiden Seen.


Cornelle Pass (2050m)

Geologischer Untergrund: Formationen des Perms, überwiegend Felsen vulkanischen Ursprungs.
Wanderzeit: Ca. 6 Stunden ab Valle Dorizzo.
Weg: Einfach bis mittelschwer.

Diese interessante Wanderung eignet sich für ausdauernde Leute, die die grünen Wiesen aus größer Höhe lieben. Die Wanderung kann in Valle Dorizzo starten, wo man den Weg nach Balotto Alto einschlägt.
Der Weg führt durch Viehweiden zum Cornelle Pass. Hier öffnet sich der wunderschöne und imposante Anblick auf die Ausläufer des Trentino. Der Rückweg kann der Militärstraße aus dem ersten Weltkrieges folgen, die zum Bruffione führt.
Nach Überwindung der kleinen Schlucht des Bruffione in Gehrichtung links, schlägt man den Weg ein, der zur Villa Roma bei Valdorizzo führt.

VARIANTE Nr. 1

Eine sehr schöne, sogar großartige Wanderung, auch wenn man in entgegengesetzter Richtung geht und in Cerreto startet. Bitte berücksichtigen Sie, dass diese Wanderung sehr lang ist und einen vollen Tag dauert.
Von Cerreto kann man mit dem Pkw in Richtung Riccomassimo weiterfahren. In der Ortschaft "Prize" nimmt man die Straße nach Tonolo. In der Ortschaft "Valetie" folgt man dann den Weg nach "Ermos", Fontana und Monte Carena. Von hier genießt man ungewöhnliche Blicke auf den Idro See.
Man geht weiter in Richtung Monte Telegrafo und Cornelle Pass. Hier folgt man der Militärstraße und man kommt ins Valle di Bruffione. Von dort erreicht man über einen bequemen Saumpfad endlich Gaver.

VARIANTE Nr. 2

Monte Carena (Cornelle Pass ausgeschlossen).
Möchte man andere Aussichten auf die Landschaft genießen, so kann man zum Monte Carena auch in Bagolino starten. Man biegt in den schmalen Weg ein, der hinter der "Casa di Riposo" (dem Altenheim) beginnt. An Colega und Fontana vorbei gelangt man zum Monte Carena. Hier steht ein Kreuz. Man gewinnt den Eindruck, dass dieses Kreuz das untere Dorf in seine beschützenden Arme schließt.

VARIANTE Nr. 3

Monte Carena (Cornelle Pass ausgeschlossen).
Start ist im sog. "Frèi basso". Nach weniger als drei Stunden Gehzeit kommt man über einen einfachen Weg, an der Almhütte Malga Doletèn vorbei, zum Monte Carena.



Der Vaia See (1910m, Länge 260m, Breite 130m, Tiefe 5,80m)

Geologischer Untergrund: Formationen des Perms.
Wanderzeit: Ca. 4 Stunden.
Weg: Mittelschwer.

Der kleine Vaia See, der nur “zwei Falkonettschüsse lang und etwas breiter als einen Hakenbüchsenschuss ist”, war für seine Forellen berühmt. Man erzählt sich, dass die Haut der Forellen, die auch "miniaghe" genannt werden, mit winzigen vergoldeten Schuppen bedeckt wären und dass die Talbewohner diese Seltenheit der Existenz einer Goldader im Berg zuschrieben.
Von Bagolino aus kommt man über verschiedene Routen zum See. Zunächst überquert man den Fluss Caffaro bei Mignano. Hier biegt man nach rechts ab und man fährt auf der Straße nach Destrone bis zu den Heuspeichern von "Bree " weiter. Der Weg verläuft dann links vom Bach weiter. Nachdem man ein paar Stege überquert hat, geht man an der Gabelung rechts. An den Heuspeichern "Miclì" und "Acquaeta" vorbei gelangt man zur den Almhütten Malga di Vaia di Fondo, Malga di Vaia di Mezzo (1869m) und zum Vaia See, Ziel von passionierten Sportanglern.



Von Vaia bis zum Crocedomini Pass

Geologischer Untergrund: Formationen des Perms, überwiegend kiesiger Untergrund.
Wanderzeit: Ca. 2 Stunden.
Weg: Einfach.

Von Vaia See aus kann man bei angenehmen landschaftlichen Aussichten zum Crocedomini Pass gehen. Die Wanderung führt zum Berggipfel des Monte Mignolino (2203m). Von hier aus kann man auf die gleichnamige Almhütte blicken.
Folgt man dem Bergkamm, kommt man zum Monte Rondenino (2987m) und weiter zum Crocedomini Pass.



Der Vacca See (2357m)

Geologischer Untergrund: Formationen des Tertiärs, insbesondere tonige Felsenwände und körniger Diorit.
Wanderzeit: Ca. 2,30 Stunden.
Weg: Nicht besonders schwierig.

Diese Wanderung verläuft in den mächtigen Ausläufern des Adamello. Sie kann sowohl bei Corna Bianca (zwischen der Schlucht des Gaver und dem Crocedomini Pass) als auch in Gaver (beim Kirchlein) starten. Bei der zweiten Route folgt man den Weg Nr. 17, passiert die Almhütten von Laione di Sotto und Laione di Mezzo (1827m) geht man am östlichen Hang des Monte Laione weiter bis man zum See kommt.

VARIANTE
Vom Corna Bianca aus führt der Zickzack-Weg unter dem Bergkamm des Laione hinauf und zieht sich dann fast waagrecht bis zum Vacca See. Diese Wanderung bietet eine herrliche Aussicht über die umliegenden Täler (Valle Cadino, Monte Frerone, Cima Terre Fredde).
Nach dem Vacca Pass (der seinen Namen Vacca – Kuh – vielleicht einer großen Felsformation verdankt, die von Fern an eine Kuh erinnert) führt die Wanderung zwischen mächtigen Felswänden aus Tonen und klaren Bergseen weiter zur Berghütte G. Rosa (ganzjährig geöffnet und bewirtschaftet vom C.A.I., dem Club Alpino Italiano).



Von der Berghütte G. Rosa zum Cornone di Blumome

Die G. Rosa-Hütte ist Ausgangspunkt zum Cornone di Blumone. Der Weg Nr. 1 wird von nun an beschwerlich (bitte beachten Sie: Teilstrecken können mit feinem Geröll, Schnee oder Eis bedeckt sein!) Ein herrliches Panorama der umliegenden Gipfel und Täler entschädigt für die Anstrengung.



Vom Termini Pass bis zum Schwarzen See

Geologischer Untergrund: Formationen des Mesozoikums.
Wanderzeit: Ca. 5 Stunden ab Gaver.
Weg: Einfach bis mittelschwer.

Der Weg startet ab der Berghütte Nikolajewka (bewirtschaftet durch den CAI von Bagolino) und folgt dem oberen Tal des Caffaro. Er erreicht zunächst die Almhütte Malga Blumone di Sopra und passiert dann den Casinello di Blumone (2014m).
Gegen Ende der Wanderung, entlang des Steiges durch große Felsen, finden Sie einige Reste von Militäranlagen aus dem ersten Weltkrieg.
Etwas weiter gelangt man zum Termine Pass, der ins Trentino (Val Daone) führt.
Den Serodine Pass erreicht man über den Weg, der beim Casinello di Blumone rechts nach oben abzweigt. Vom Pass aus blickt man auf den Lago Nero (Schwarzer See). Seine bleigraue Wasserfläche rührt von den dunkelgrauen Felsen her, die den See im Halbkreis umschließen.



Von Termine Pass zum Monte Listino

Der Termine Pass ist auch Ausgangspunkt zum Monte Listino. Die Weg führt an den Resten alter Militäranlagen vorbei, kreuzt den hohen Adamello-Weg (Weg Nr. 1) und führt direkt zum Monte Listino. Der Panoramablick erstreckt sich über die umliegenden Gipfel, die der Cornone di Blumone überragt.



Der Dasdanasee (1875m) und die "Plagnè de Chèmpèl"

Geologischer Untergrund: Formationen des Perms.
Wanderzeit: Ca. 5 Stunden (bis zur "Plagnè de Chèmpèl" ca. 3 Stunden).
Weg: Einfach.

Den Dasdana See erreicht man über den Weg, der von Ponte Selva in Bagolino zunächst zur Ortschaft "Barard" führt. Der Weg folgt dann der genossenschaftlichen Straße. Man wandert durch Wiesen und zwischen den Heuspeichern von "Spenàl" und erreicht man schließlich den "Plagnè de Chèmpèl". Der "Plagnè" ist ein herrliches Fleckchen Erde mit einem erfrischenden Wasserfall und dem Bach von Dasdana, der durch schöne Kieferwälder und Weideland fließt. Nach einer erholsamen Rast geht es weiter zum Dasdana See. Man folgt dem linken Weg (in der Nähe des Kiefernwaldes) und steigt durch den Nadelwald wieder auf. Von diesem Weg genießt man herrliche Blicke über die Landschaft. Man erreicht schließlich den Dasdana See. Dieser See ist ein Biotop für altertümlicher Pflanzen, die für die Erforschung der lokalen Paläontologie höchst nützlich sind.


Zu den Seen Dasdana (1875m), Ravenole (1920m),
Lavena (1972m) und Vaia (1910m)

Die Straße über den Maniva, die sich entlang des Kammes zwischen dem Valtrompia und dem Valcamonica windet, führt an der Berghütte Bonardi vorbei zu den Seen.
Entlang der Strecke begleiten den Bergwanderer erfrischende Alpenseen: Der Dasdana See, die Seen von Ravenole, der Lavena. Sie liegen nicht weit voneinander entfernt zwischen grünen Wiesen, grauen Steinen und murmelnden Bächen. Diese kleinen Seen bergen steinzeitliche Fundstücke. Beim Ravenole See wurden Artefakte aus bearbeiteten Kieselsteinen gefunden, die Fachleute in das Mesolithikum datieren. Setzt man die Wanderung in Richtung Crocedomini fort, gelangt man zum Vaia See.



Zum Kirchlein der Heiligen Gervasio und Protasio

Geologischer Untergrund: Formationen des Perms und des Mesozoikums.
Wanderzeit: Ca. 1 Stunde.
Weg: Einfach bis mittelschwer.

Dieser Ausflug mit vielen Panoramablicken eignet sich auch für Kinder. Die Kirche erreicht man zu Fuß über den Weg, der bei der Brücke von Romanterra abzweigt. Man kann alternativ die Fahrstraße bis zum Hinweisschild nach San Gervasio benutzen. Das Schild steht in der Nähe des Heuspeichers "Maifrì".
Der Weg verläuft teils durch Wiesen, teils durch einen schönen Wald. Hier kann der Wanderer mit etwas Glück Pilze finden.


Levras-Baremone

Wanderzeit: Ca. 4 Stunden.
Weg: Ziemlich schwer.

Diese schöne, wenig bekannte Wanderung bietet großartige Landschaftspanoramen.
Nach der Brücke von Romanterra folgt man dem Weg nach "Levras" bis zum Heuspeicher Benini. Weiter auf dem Weg nach "Pozze", das auf der Wasserscheide zwischen dem Sabbia Tal und dem Caffaro Tal liegt.
Noch etwas weiter eröffnet ich der Blick auf den Idro See und das Caffaro Tal. Durch diese Landschaft gelangt man zum Vogelnetz "Giös", zur Festung Cima Ora (hier findet man Überreste des ersten Weltkrieges) und schließlich zur Straße zum Baremone.
Auf dieser Wanderung gibt es kaum Trinkwasser. Getränke, müssen mitgebracht werden.


La Berga und Dosso Alto

Wanderzeit: Ca. 3 Stunden.
Weg: Einfach.

Ausgangspunkt dieses ungewöhnlichen Ausflugs ist Romanterra. Von hier aus kann man die Fahrstraße bis in die Gegend „Angoa“ benutzen.
Zu Fuß geht man weiter entlang der kleinen Straße durch Laub- und Nadelwälder bis zur Almhütte des Berga (Malga della Berga).In dieser Gegend gedeihen seltene Blumen. Der Weg führt weiter durch Weideland bis zur Almhütte Dosso Alto. Von hier öffnet sich der Blick auf den Gipfel des Baremone und über den Kamm der Voralpen, der zum Idro See abfällt. Der Weg führt weiter und trifft auf die Fahrstraße zum Baremone.