Lo Staff di Bagolino ringrazia e rimane vostra disposizione per ogni esigenza.       
 
     
Contatore Visite: 21262
Historische
Der historische Entwicklung
Historische Stätten
Die Kirchen
Fremdenverkher
Fremdenverkher
Hotels und Restaurants
Der Bagòss
Der Bagoss Karneval
Jahrmärkte und Märkte
Sport und Freizeit
Wanderungen
Sportanlagen
Die Kultur
Der Bagoss Karneval
Die Partnerschaft mit Oettingen
 
 
FREMDENVERKEHR UND HANDEL - Der Bagòss

Produzione del BagossDer Bagòss: Der typische Käse aus Bagolino

Der Bagòss ist ein hiesiger Käse mit einem besonderen, ganz eigenem Geschmack. Ein bekannter und vielgepriesener Käse, wie schon Cocchetti 1858 festgestellt hat.
Der "bagòss" war schon immer ein geschätzter Käse und erzielte 1874 bei einer Ausstellung in Mailand von G. Scalvini, genannt "Zorzara", eine Auszeichnung.
Seinen unverwechselbaren Geschmack erhält der "bagòss" durch das Futter, das auf den Weiden von Bagolino und insbesondere auf den Bergen von Vaia, Bruffione, des Misa und des Maniva wächst. Der Almkenner betont, dass man die Weiden nur mit Mist düngen sollte.
Meine "Führer" ergänzen, dass das Futter aus den Wiesen des "solìf" (das sind der Sonne ausgesetzten Wiesen) eine Milch ergibt, die man bei "starker" Hitze kochen sollte, weil das Futter ebenfalls "stark" war.
Das Gras von den Wiesen des "Vac", d.h. von den schattigen Weiden, liefert eine Milch, die eine sanfte, dafür stetige Wärmezufuhr benötigt, um die richtige Temperatur zu erreichen.
Wie gewinnt man nun diesen Feinschmeckerkäse, der auch bei Nicht-Kennern ein neues Bouquet hinterlässt? Ein verführerischer und einladender Käse, der sich von allen anderen Käsesorten unterscheidet?
Die Erfahrung verleiht ihm diesen besonderen und unnachahmlichen Duft. Die Bergleute haben sich durch Überlieferung das Verfahren zur Herstellung des "bagòss" wie folgt bewahrt:

  • Man filtert die frisch gemolkene Milch durch die "daze" Zweige (Nadelbaumzweige). Diese werden auf den Boden des "cul" gelegt, eines Eimers mit gelochtem Boden. Man füllt dann die "mèstèle", also Holzbottiche.
  • Man lässt die Milch einen Tag und eine Nacht ruhen. Anschließend wird die Milch mit den "bazie" (Holzschüsseln) oder mit einem gelochten Kupfergefäß, dem sog. "mènèstèr forà", vorsichtig "entrahmt". Die entzogene Sahne wird im Butterfass zu Butter weiter verarbeitet.
  • Man gießt die Milch in die "chèlderè" (Kessel), die an einer beweglichen, etwas aufwändigen Mechanik hängt, der sog. "segàgn" und man erhitzt die Milch über einem Feuer.
  • Der Käser rührt die Milch mit einem Holzrädchen mit langem Griff, dem sog. "resolè". Er schiebt dabei den "segàgn" in das und aus dem Feuer, damit die gewünschte Temperatur konstant bleibt. Wenn die "Masse" die Temperatur von 37 Grad erreicht hat, nimmt der Käser den Kessel vom Feuer weg und fügt das Lab hinzu. Früher stellte man das Lab aus den Hoden der Kälber her. Man ließ diese an dem Dunstabzug hängend dörren. Die gut gedörrten Kalbshoden wurden dann zu Pulver zermalen und als Pulver der Milch hinzugefügt.
  • Das Lab muss eine Stunde in der Milch wirken. Der Käser testet die Konsistenz der Masse durch Blasen (der alte Käser erklärt mir, dass durch das Blasen drei Kreise, drei Falten entstehen müssen und erst dann ist die Masse fertig). Ist die richtige Konsistenz erreicht, wird die Masse zunächst mit der "trizè" oder mit der "lira" (eine Art Zither aus Stahlfäden) zerbröckelt. Mit der "spina", einem anderen Gerät zur weiteren Zerstückelung der labgestockten Milch, wird die Masse fein granuliert. Der Kessel kommt wieder zurück über das Feuer und wird jetzt mit der "resolè" gerührt; die Käsemasse ist schließlich feinkörnig.
  • Der erfahrene Käser wartet nun, bis der "Käse" bei 48 Grad bindet und nimmt dann den Kessel vom Feuer ab.
  • Wenn der neue Käse die richtige Konsistenz erreicht hat, wird er mit einer hölzernen Schüssel aus dem Kessel geschöpft. Er wird zerbrochen und man presst ihn in der "fascera" aus Holz, die dem "bagòss" seine Form verleiht.
  • Man bringt den Käse in der "fascera" in den "rèolt", den Reiferaum und hier, nach den Behandlungen seiner Oberfläche mit Salz und einiger Male Wenden, ist der Käse für die Lagerung bereit. Die Reife dauert volle drei Jahre. Während dieser Zeit ölt man den Käselaib ein, schabt ihn ab, wendet und testet den Reifegrad mit der Rändelnadel. Seine Reife kann am Geschmack beurteilen werden. Für einen "bagòss"-Laib (15-16 kg) benötigt man zirka 300 kg Milch.

Der berühmte Gastronomieführer Veronelli behauptet, dass der "bagòss" noch in seiner Form schwer und streng sei und beim Schneiden einen breiten, durchdringenden Duft ausströme ... Er habe einen starken, festen, köstlichen Geschmack. Ein solcher Käse hätte in Frankreich, Holland, Dänemark und Deutschland den Schutz einer Handelsmarke und eines Gütesiegels.

DIE ARBEIT GEHT WEITER...
Nachdem der Käse aus dem Kessel abgeschöpft wurde, setzt man den Kessel mit dem "mòl", der übrig gebliebenen Molke, wieder aufs Feuer und man lässt ihn aufkochen. Mit der nun aufsteigenden Masse stellt man die "fioricc" und die Ricotta "puinè" (eine Art Quark) her. War die Ausgangsmilch von der Ziege, so gewinnt man die "puinì".
Der Käser "reinigt" die "mestèlè" im "mòl" aus den vorangegangenen Arbeitsschritten. Damit imprägniert er das Holz und hält es "süß". Er spült die "mèstèlè" mit Wasser nach und trocknet sie am Feuer. Anschließend lagert er sie in dem "chèzenèl", dem Raum, in dem auch die Milch lagert. Dort warten die "mèstèlè" auf neue zu verarbeitende Milch.