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Bagolino e Ponte Caffaro Bagolino, Ponte Caffaro und Umgebung
[Geschichtliche und geographische Informationen]

Vista dal Lago d'IdroDer für Fremdenverkehr eingerichtete Bergort Bagolino liegt malerisch am nördlichen Ende des Vallesabbia, an der Grenze zur Provinz Trient (im Osten) sowie zum Vallecamonica und zum Valletrompia (im Westen). Die Pässe Crocedomini bzw. Maniva-Joch verbinden diese Nachbartäler mit Bagolino.
Über der Landschaft von
Bagolino, auch Valle del Caffaro genannt, herrscht der mächtige Gipfel des Blumone, eines der großen Monumente der Adamello-Gruppe. Der Fluss Caffaro entspringt am Termine-Pass (2334 m), fließt hinunter in den Talkessel des Gaver, durchquert das Gebiet von Bagolino, wo sich steile Gefällstrecken mit scheinbar ebenen Abschnitten abwechseln. Nach etwa 16 km erreicht der Fluss die Ortschaft Bagolino selbst. Auf der Höhe des Ponte Prada biegt er scharf ab, tritt in die Piana d'Oneda (Ebene) ein und mündet nur wenige Meter vom Idro See entfernt in den Fluss Chiese.

Vicolo a BagolinoBagolino, einst mit dem typischen Grundriss eines umgedrehten S, ist in die beiden Ortsteile Osnà und Cavril unterteilt.
Charakteristisch für Bagolino ist die typisch mittelalterliche Anordnung der Häuser. Die Häuser stützen gegenseitig ihre bemerkenswerte Höhe mit dekorativen Bauelementen von größtem architektonischen Interesse. Dazu gehören etwa Arkaden, Unterführungen, kleine Terrassen, Innenbalkone, schmiedeiserne Gitter, Wandfresken, hölzerne Dachböden und Dachdeckungen aus Terrakottafliesen oder seltener aus Schiefer "scàe".
Die Straßen "piastroi", die durch die Ortschaft führen, sind eng, mit Kopfsteinen und Porphyr gepflastert und sind oft durch zahlreiche Freitreppen unterbrochen, die zum Oberdorf führen. Über diesen oberen Ortsteil thront die monumentale Kathedrale des Hl. Giorgio (San Giorgio).
Die Arkaden bilden mit ihren charakteristischen Bögen eine ganz besondere, beinahe magische Sehenswürdigkeit dieses Dorfes. Herrlich ist die via Portici (Laubengasse), einst die Hauptstraße, auf der sich der Handel abspielte. Leider ist diese Straße heute teilweise von Privathäusern einverleibt.
Bagolino präsentiert sich heute als eher abgelegener Ort, den der Tourist nicht einfach per Zufall erreicht, weit entfernt von den großen Verbindungsstraßen. Seine Entstehung verdankt Bagolino dennoch dem historischen Verkehrsnetz.
Während der gesamten Römerzeit und des hohen Mittelalters mussten die Reisenden von Brescia nach Trient die sumpfige Oneda-Ebene meiden und durch das untere Tal des Caffaro ausweichen. Den Fluss Caffaro überquerten sie an einer sicheren Stelle bei
Riccomassimo und stiegen nach Lodrone ab.
Augusto ließ im 11. Jh. die Straße des Gaver bauen, um in Breno die Gemeinden zu unterwerfen, die sich ihm widersetzten. Er teilte damit die Valle Camonica in zwei Hälften.
An der durch die Verkehrsführung begründeten Straßengabelung entstand mit einigen Häusern das winzige Dorf (PAGULINUS). Um das Jahr 1000 zogen einige Einwohner von
Condino nach Bagolino, um sich den zu hohen Forderungen der Grafen Lodron zu entledigen und gründeten eine freie "Gemeinschaft" (Vicinia) mit eigenen Gesetzen. Um ihre Autonomie zu bewahren, verbanden sich die Einwohner von Bagolino (die sog. Bagossi) politisch klug mit der Republik von Venedig, blieben jedoch kirchlich dem Fürstbischof von Trient verbunden. Dabei nutzte ihnen sehr die geographische Besonderheit des Gebietes um Bagolino mit den drei Pässen Croce Domini, Maniva und Berga. Sie verbinden Bagolino mit den Brescianer Tälern: Valle Camonica, Valle Trompia und Valle Sabbia. Das Gebiet hatte damit strategische Bedeutung.

Die Eisenerzbergwerke von Collio und von S. Colombano, der Reichtum an Buchenwäldern, Grundlage einer ausgezeichneten Holzkohle und das reichliche Wasser des Caffaro ermöglichten den Bau eines Schmelzofens. Dieser Ofen wurde zur wichtigsten Quelle des Reichtums des Dorfes. Zusammen mit der ebenfalls gewinnträchtigen Käseherstellung garantierte er den Bagossis einen hohen Lebensstandard.
Wohl aufgrund des Arbeitsangebotes und seiner relativen Freiheit entwickelte sich Bagolino, nach Brescia und Chiari, zum einwohnerreichsten Dorf des Brescia-Gebietes und genoss Privilegien und Ansehen. Zeugnis der bedeutenden Vergangenheit sind die zahlreichen Kunstwerke in den Kirchen (für eine freie und selbständige Gemeinschaft waren die Kirchen die öffentlichen Gebäude schlechthin).

Parrocchiale San GiorgioUnter den Kunstschätzen ragt die majestätische Pfarrkirche des Hl. Giorgio (parrocchiale di S. Giorgio) heraus. Sie ist die drittgrößte Pfarrkirche in der Gegend um Brescia und ist als Ganzes ein Schrein für viele Kunstwerke berühmter Meister: Tizian, Tintoretto, Palma d. J., Torbido, Sandrini, Lucchese...
Neben der Pfarrkirche liegt, leider in modernerer Architektur von 1926, die Kirche des Hl. Lorenzo, die ehemalige Kapelle des alten Friedhofs, das älteste religiöse Gebäude von Bagolino.
Die Kirche des Hl. Rocco ist noch ursprünglich und interessant wegen des Freskenzyklus von
Giovanni Pietro aus Cemmo (zwischen 1483 und 1486 ausgeführt). Dieser Freskenzyklus ist ein gutes Beispiel lombardischer Malerei im Übergang von der internationalen Gotik zur Renaissance.
Auch die kleine Kirche der Heiligen Gervasio und Protasio, die von den Bergen hinunter die Ortschaft bewacht, zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Das Gebäude stammt aus der Mitte des 16. Jh.
Bagolino besitzt eine bemerkenswerte Menge an Fresken auf Häuserfassaden und Bauernhöfen, sogar auf Bildstöcken und Kapellen an Straßenkreuzungen oder Wegkreuzungen, die vor Katastrophen und Krankheiten schützen sollen. Je wichtiger die Kreuzung war, desto reichhaltiger war der Ausbau der Bildstöcke. Interessante und sehenswerte Beispiele sind: Cascina cavra, der Curlo mit einem Fresko von Da Cemmo und die Povere Anime (die Armen Seelen).


Sport e Tempo Libero Sport und Freizeit
Ein schöner Urlaub bedeutet sichere Entspannung und Ruhe, es bedeutet aber auch die Möglichkeit, Sport zu treiben. Mit der Gunst der Natur bietet das Tal dem Touristen vielfältige Abwechslungen an. Die umliegenden Berge erlauben Wanderungen in jeder Schwierigkeit: Von einfachen Spaziergängen entlang sanfter Hänge bis hin zu anspruchsvolleren Steigen in die Adamello Gruppe mit Übernachtungen in den verschiedenen Berghütten.
Den Freunden des
Radfahrens bietet Bagolino zahlreiche Rad- oder Mountainbike-Strecken. Am Gaver und in der Umgebung von Bagolino finden sich verschiedene Kletterhallen mittlerer Schwierigkeit für den leidenschaftlichen Kletterer.
Die zahlreichen kühlen
Gebirgsbäche und Bergseen stärken den Geist und sind außerdem reich an Forellen. Der Fluss Caffaro ist für Rafting geeignet. Die ideale Zeit für Rafting-Fahrten ist April bis Oktober.
Dank seines Waldbodens ist Bagolino auch das Ziel passionierter Pilzesammler.
Neben diesen naturnahen Sportmöglichkeiten bietet Bagolino viele Sporteinrichtungen, vom Tennisplatz bis zum Fußballplatz, von Volleyball bis zu Boccia.
Bagolino ist Ganzjahres-Ferienort: Im Winter sind
Abfahrts-, Langlaufski und Skitouren möglich. Talabwärts erreicht man den Idro See, das Reich des Wassersports: Schwimmen, Windsurfen, Segeln, Fischen, Kajakfahren.




Sport e Tempo Libero Trekking

Bagolino bietet verschiedene Touren von unterschiedlicher Dauer und Schwierigkeit, in abwechslungsreichen und zauberhaften Landschaften. In Folgendem finden Sie die Liste der Wege mit zugehöriger Nummer. Wählen Sie selbst die Strecke, die Sie am meisten fasziniert!

Weg Nr.
Route
Laufzeit
402
Bagolino (P.te Romanterra) 650 mt.
malga Dosso Alto 1650 mt.
3 h
403
Bagolino (P.te Romanterra) 650 mt.
S. Gervasio 960 mt.
0,45 h
404
Bagolino (P.te Romanterra) 650 mt.
Fonte di Cima Ora 1535 mt. Rifugio Baremone 1450 mt.
3 h
404b
Rio di Levras 880 mt.
Valle Lunga - Rifugio Baremone 1450 mt.
1,30 h
405
Bagolino (P.te Romanterra) 650 mt.
Portico di Montesuello 620 mt.
2,30 h
406
Bagolino (P.te Selva) 700 mt.
Monte Piza 1410 mt.
1,45 h
407
Bagolino (P.te Selva) 700 mt.
Giogo del Maniva mt. 1660
2,30 h
408
Bagolino 750 mt.
Monte Carena 1960 mt.
3 h
409
Località Frei 990 mt.
Monte Carena 1960 mt.
2,45 h
410
Monte Carena 1960 mt.
Passo Bruffione 2150 mt.
4 h
411
Valledorizzo 1180 mt.
Passo delle Cornelle 2020 mt.
3 h
412
Bagolino (Ponte Destrone) 730 mt.
Località Dazarè 1040 mt.
3 h
413
Malga di Bruffione 1750 mt.
Passo di Brealone 2110 mt.
2 h
414
Balotto basso 1370 mt.
Passo di Bruffione 2150 mt.
2,30 h
415
Valedorizzo 1180 mt.
Malga Magnolino 1947 mt.
2,45 h
415b
deviazione ai laghi di Mignolo 1990 mt.
0,45 h
416
Tonolo (Valettie) 1000 mt.
Vallalusso 1790 mt. capitello dell'arciprete 1915 mt.
2,30 mt.
420
Bagolino (P.te Selva) 700 mt.
Monte Dasdana 2190 mt.
4 h
421
Bagolino (P.te Selva) 700 mt.
La Plagna (cascate di Dasdana) 1480 mt.
2,30 h
421b
Raccordo La Plagna
sentiero n. 420
0,45 h
422
Dasdana (M.ga Vecchia) 1783 mt.
M.ga di fondo vaia 1771 mt.
1,30 h
423
Bagolino (ponte Destrone) 730 mt.
Grappa di vaia 2115 mt.
4 h
424
Valledorizzo 1180 mt.
passo Crocedomini 1890 mt.
3 h
425
Gaver 1500 mt.
monte Bruffione 2665 mt.
4 h
429
Valledorizzo 1180 mt.
monte Misa 2190 mt
goletto di Gaver 1780 mt.
3,30 h
430

Valledorizzo 1180 mt.
val di Cadino
goletto di Gaver 1780 mt.

2,45 mt
431
Valledorizzo 1180 mt.
valle Rondenino
malga Mignolino 1950 mt.
3 h
431b

Tovaioli 1540 mt.
Lag.ti di Mignolino 1848 mt.

1 h
432
Le Pozze 970 mt.
Forte di Cima Ora 1535 mt.
1.30
433
Pissisidolo 1110 mt.
Dosso Alto 2064 mt. (incrocio con sentiero 3V)
2 h
19
Malga di Cadino 1800 mt.
Corna bianca 2030 mt.
Lago della Vacca 2350 mt.
2 h
17
Gaver 1500 mt.
casinetto di Laione 1950 mt.
Lago della Vacca 2350 mt.
2,30 h
26
Gaver 1500 mt.
passo Termine 2335 mt.
2,30 h
27
Casinetto di Blumone 2100 mt.
passo di Blumone 2635 mt.
1,30 h
1-28
Lago della Vacca 2350 mt.
passo di Blumone
Cornone del Blumone 2840 mt.
2 h
32
Passo Termine 2335 mt.
raccordo Alta via dell'Adamello 2580 mt.
0,30 h
34
Gaver 1500 mt.
malga Retorti 1960 mt.
monte Bruffione 2665 mt.
3,30 mt.
35
Gaver 1500 mt.
passo Serosine 2430 mt.
passo Diciotto 2570 mt.
monte Bruffione 2665 mt.
5,30 h
1
Alta via dell'Adamello - rifugio Tita Secchi 2350 mt.
rifugio Garibaldi 2550 mt.
24,30 h


Il Maniva Der Maniva, 1800 m.

ManivaEtwa 10 km oberhalb von Bagolino, entlang einer Straße, die sich den Berg hinaufwindet, erreicht man die Ortschaft MANIVA. Das ist ein echtes Paradies für Liebhaber der Berge, der Entspannung und der Natur.

Hier und dort liegen die ortstypischen Berg- und Almhütten in ein eindrucksvolles Panorama eingebettet. Für die Schneeliebhaber verwandelt sich Maniva im Winter vollständig und bietet Skipisten, von denen aus der Sportler das wundervolle Panorama der Umgebung bewundert.


Valle Dorizzo Valle Dorizzo, m. 1200
Gaver, m. 1565

GaverVon Bagolino in Richtung Gaver - Crocedomini - Pass gelangt man in das Dorizzo Tal mit seinem zauberhaften Szenario von grünen Wiesen und dichten Pinienwäldern. Durch den kleinen Bergort fließt das klare Wasser des Caffaro. Hier bieten sich verschiedene Sportarten wie Fischen und Kanufahren an.
Während der warmen Jahreszeit ist dies der Ausgangspunkt verschiedener Wanderungen in die Berge sowie für gesunde, erholsame
Spaziergänge in den Pinienwäldern. Alle diese Möglichkeiten garantieren Ihnen einen angenehmen Aufenthalt im Zeichen der Natur und der Ruhe.
Während des Winters ist das Dorizzo Tal mit einer schönen
Abfahrtspiste gesegnet. Skiverleih ist möglich. Nichtskifahrer können sich im Eislaufen versuchen.
In den Monaten Juli und August besteht eine
Busverbindung zwischen Pontecaffaro-Bagolino-Valle und Dorizzo-Gaver. Abends wird ein Unterhaltungsprogramm organisiert.

Weiter talaufwärts erreicht man Gaver, einen renommierten Skiort. Hier finden sich eine wunderschöne Langlaufstrecke und verschiedene Skilifte.


(I testi sono tratti dal depliant "Bagolino, un Paese da scoprire")